| Zeit | Wolken | tief/mit/hoch | Wind 10 m | Böen | 250 hPa | Seeing | Feuchte | T − Taupkt. | Mondhöhe | Deep-Sky |
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Deep-Sky-Score = 50 % Bewölkung · 25 % Seeing · 15 % Transparenz (Luftfeuchte, Sichtweite) · 10 % Böen (Stabilität von Montierung und Nachführung). Steht der Mond über dem Horizont, wird der Score je nach Beleuchtungsgrad und Mondhöhe abgewertet – Mondlicht hellt den Himmel auf und schluckt schwache Nebel und Galaxien.
Seeing wird aus zwei Ebenen kombiniert: dem Höhenwind in 250 hPa (55 %, Jetstream-Näherung) und dem Bodenwind in 10 m (45 %). Ein starker Jetstream (> 30–40 m/s) verschmiert feine Details in großer Höhe; kräftiger Bodenwind erzeugt Turbulenz in der Grenzschicht direkt über dem Beobachtungsplatz und lässt Sterne selbst bei ruhiger Höhenströmung tanzen. Bestes Seeing herrscht meist bei schwachem, laminarem Bodenwind (1–3 m/s) – völlige Windstille kann dagegen Dunst und lokale Wärmeblasen stehen lassen.
Mond- & Planeten-Score nutzt dieselben Faktoren ohne Mondabzug: helle Objekte vertragen aufgehellten Himmel, reagieren aber am empfindlichsten auf schlechtes Seeing – für Planetendetails ist die Kombination aus Höhen- und Bodenwind das entscheidende Kriterium.
Taubeschlag: Liegt die Temperatur weniger als ~2 °C über dem Taupunkt, beschlagen Optik und Fangspiegel schnell – Taukappe oder Heizband einplanen.
Lichtverschmutzung ist standortfest und hier nicht eingerechnet. Im Ballungsraum (typisch Bortle 7–8) lohnen Mond, Planeten, Doppelsterne und Schmalband-Fotografie; für schwache Deep-Sky-Objekte visuell besser einen dunkleren Standort aufsuchen.
Modelldaten sind Prognosen – kurz vor der Session lohnt immer ein Blick an den echten Himmel.